Heinrich Böll

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Straußsiedlung, Duisburg-Neudorf

Städtebaulicher Wettbewerb, 3. Preis, 2016

Arbeitsgemeinschaft mit Dratz & Dratz Architekten, Oberhausen
Freiraumplanung: Planergruppe Oberhausen GmbH
Auslober: GEBAG Duisburger Baugesellschaft GmbH
Standort: Straußstr., Nibelungenstr., Waldstr., Verdistr., Duisburg-Neudorf

Die Straußsiedlung ist ein Zeugnis der hochwertigen Siedlungsbaukultur der 1920er Jahre.
Anlass des Wettbewerbs war nicht die mangelnde Attraktivität des Bestands, sondern vor allem die Unwirtschaftlichkeit der Sanierung vor dem Hintergrund heutiger Anforderungen an Brandschutz, Schall- und Wärmeschutz.

Daher schlagen wir vor, den Sanierungsumfang auf den historischen Kern der Siedlung zu reduzieren und alle späteren Ergänzungsbauten abzubrechen. Somit entstehen neue Baufelder, auf denen mit Neubauten eine behutsame Nachverdichtung erzeugt wird. Der Erhalt der historischen Bauten ist die Basis für die qualitätsvolle Weiterentwicklung der Siedlung. Sie prägen weiterhin das Siedlungsbild und verankern sie in der öffentlichen Wahrnehmung als Teil der hohen Siedlungskultur der 1920er Jahre.

Die Neubauten knüpfen an die historischen Baufluchten an und ordnen sich so in die ursprünglich intendierte Raumfolge an. Alle Neubauten bestehen aus dem gleichen Stadtbaustein, einem zweigeschossigen Haus mit einem stehenden Giebel, dass über ein eingeschossiges Zwischenstück, einem Zitat der historischen Siedlung, zu einer kontinuierlichen Raumfolge zusammengebunden wird. Dieses wird insgesamt elf Mal in die Siedlung eingefügt. Seine architektonische Anmutung zitiert die historischen Bauten, ohne sie zu kopieren. Das Neue setzt sich klar erkennbar vom Alten ab. Der Dialog zwischen Alt und Neu wertet beide Dialogpartner auf.

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