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Kulturzentrum Bottrop

Erweiterung des August-Everding-Kulturzentrum

Mehrfachbeauftragung 2015, 1. Preis
Auftraggeber: Stadt Bottrop
Standort: Blumenstraße 12, 46236 Bottrop
Aussenanlagen: Planergruppe Oberhausen GmbH

Anlass der Planung ist zum Einen der Wunsch nach einer Aufwertung des rückwärtigen Eingangs in das August-Everding-Kulturzentrum, zum Anderen die Neuausrichtung des städtischen Kunstforums. Die heutige bauliche Situation auf der Rückseite des Kulturzentrums stellt die nur teilweise Umsetzung einer Ausbauplanung des Kulturzentrums dar, deren letzter Teil, die Errichtung eines großen Saalbaus, bis heute nicht realisiert wurde.
Unser Entwurf verfolgt zwei wesentliche Ziele. Zum einen formulieren wir eine Neuinterpretation des städtischen Raumes. Die heutige „Hinterhofsituation“ wird der tatsächlichen Bedeutung des rückwärtigen Eingangs nicht gerecht. Zum anderen entwickeln wir eine bauliche Lösung, die den heutigen provisorischen Eindruck eines nicht zu Ende geführten Projektes beendet. Durch unseren Entwurf entsteht ein in sich abgeschlossenes bauliches Ensemble, das sowohl den Endzustand darstellen könnte, als auch durch einen zukünftigen Saalbau erweitert werden kann.

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Die bauliche Erweiterung des Kulturzentrums besteht aus zwei Baukörpern, die durch einen verglasten Galeriegang verbunden sind. Die architektonische Grundidee dieser Baukörper ist die der „Pavillons im Park“, eine Reminiszenz an das wundervolle Josef-Albers-Museum im Bottroper Stadtpark. Im Kontrast zu der großen Baumasse des Kulturzentrums lösen wir das Raumprogramm in zwei leichte Baukörper, verbunden durch einen Galeriegang, auf, die das Kulturzentrum baulich in den grünen Außenraum erweitern und einen Vorplatz als einladende Geste bilden.

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Der öffentliche Raum um das Kulturzentrum gliedert sich in drei Räume mit unterschiedlichsten Qualitäten, die alle auf das neue Eingangsgebäude ausgerichtet sind. Der Vorplatz nimmt auf und vermittelt zwischen den unterschiedlichen Wegeverbindungen. Der Kulturhof wird durch die bauliche Erweiterung des Kulturzentrums gefasst. Ein introvertierter, von vier Seiten umschlossener Innenhof bietet Platz für Veranstaltungen und temporäre Kunstinstallationen. Der bestehende Skulpturengarten wird zu einem großzügigen Auftritt zum Kulturzentrum umgestaltet. Eine lange flache mit Bäumen überstandene Treppe führt auf den leicht erhöht liegenden Vorplatz. Der Skulpturengarten dient als „Kreativzone“ des Kulturzentrums: hier können dauerhafte Kunstobjekte Platz finden, Urban Gardening stattfinden, oder Boule gespielt werden.

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